Problemzone Nr. 1 in der Region
Sonderlandeplatz Zweedorf
(Die BUND - Ortsgruppe Salzhaff - Rerik arbeitet in Kooperation mit dem Verein W.a.S. e.V. "Wir am Salzhaff")

Mit die gravierendsten Störungen der Natur sowie der Menschen in der Region geht vom ehemaligen Agrarflugplatz Zweedorf aus, der gegenwärtig mit dem Status eines Sonderlandeplatzes Bestandteil des Raumordnungsprogramms ist. Der ehemalige Agrarflugplatz liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Bastorf. Seite an Seite befindet sich eine ehemalige zentrale Güllegrube die u.a. mit Bauschutt abgedeckt wurde. Vis-a-vis liegt eine erst kürzlich geschlossene Müllkippe, in der nach Auskunft Zweedorfer Gemeindevertreter auch Sondermüll z.B. in Form von industriellem Brandschutt deponiert worden war, und die auch heute noch „duftet“. Auch sonst ist die Umgebung um den Flugplatz aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes ein Sorgenkind. Hier finden sich zahlreiche, wilde Müllkippen, illegale Motocrossstrecken und belastete Sölle.


Illegale Motocrossstrecke

Belastetes Soll

In welchem Umfang der ehemalige Agrarflugplatz Zweedorf noch Altlasten (z.B. Agrarchemikalien) birgt, ist bisher ebenfalls noch nicht untersucht worden.

 
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Lage des ehemaligen Agrarflugplatzes Zweedorf unmittelbar an den Vogelschutzgebieten des Salzhaffs.
Die meisten Starts und Landungen führen zu tiefen Überflügen der Schutzgebiete (Details im Text)
.
Das rote Sechseck bei DE1934(-401) bezeichnet einen wichtigen Horst des gefährdeten Weißstorchs.
Die markierten Gebiete (Airpark, Güllegrube, Müllkippe usw.) sind nur in ihrer ungefähren Lage eingezeichnet.
Geobasisdaten (c) Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern

Die Vogelschutzgebiete des Salzhaffs liegen nur wenige 100 Meter vom Ende der Start- und Landebahn entfernt, die Ortschaften Blengow, Roggow, liegen in einem Umkreis von ca. 1000 Meter, die Mutter-Kind-Klinik der Awo-Sano ist ca. 2000 Meter entfernt. Der vom Flugplatz ausgehende Fluglärm überzieht allerdings einen noch viel größeren Bereich, der von Pepelow bis Rerik und von Biendorf bis Neubukow reicht. Durch Unterschriftenliste des Vereins W.a.S. e.V. belegt ist, dass sich im Ostseebad Rerik mit etwa 2300 Einwohnern alleine 1800 Bürger (80 %) gegen den Sonderlandeplatz Zweedorf ausgesprochen haben. Auch in anderen Orten regt sich breiter Widerstand. In Zweedorf selbst ist u.a. die FWG (Freie Wählergemeinschaft, Vorsitzende Petra Swart) gegen den Flugplatz aktiv.

Der Flugplatz ist zugelassen für die meisten Flugsportgeräte bis zu einem Gewicht von 2 Tonnen. Ausnahmegenehmigungen werden großzügig durch die Obere Luftfahrtbehörde im Verkehrsministerium Schwerin erteilt. Die Eigentümer des Flugplatzgeländes wechselten seit 1990 mehrere Male. Heute ist der Eigentümer Friedrich Steinfeldt, Kaufmann aus Bad Schwartau, ehemaliger Vorsitzender des Fallschirmspringerclubs Lübeck e.V., der durch zwei tödliche Fallschirmspringerabstürze in den letzten Jahren in die Schlagzeilen gekommen ist. Herr Steinfeldt ist Flugsport-„Enthusiast“, der seinen Traum vom Airpark über die Belange von Mensch und Natur in der Region stellt. U.a. sind mehr als 20 (!) einzelne Hangar-Ferienhauseinheiten geplant. Sein Airpark ähnelt im Konzept den Airparks in Berlin-Friedersdorf und Stralsund – Barth, wobei die letzteren in deutlich attraktiverem Umfeld liegen.

Der BUND setzt sich für eine Verhinderung des Airparks und langfristig für die Schließung des Flugplatzes ein.

Verstöße und sonstige Unregelmäßigkeiten am Flugplatz Zweedorf

Die Geschichte des Flugplatzes ist gekennzeichnet durch eine lange Reihe von Verstößen gegen geltende Bestimmungen, Gesetzesübertretungen und sonstige „Unregelmäßigkeiten“.

Beweise hierfür liegen dem BUND vor, u.a. in Form von Originaldokumenten sowie Aussagen staatlicher Luftfahrtämter. Sie wurden als integraler Bestandteil von Anzeigen an die Luftfahrtbehörden im Land übermittelt.

  • B - Pläne Flugplatz: Genehmigung ohne Berücksichtigung anderer Gemeinden!
  • Umweltverträglichkeitsprüfung hat nicht stattgefunden!
  • Verstoß gegen geltende Bestimmungen: Die Platzrunde
  • Verstoß gegen geltende Bestimmungen: Der Fallschirmsprungbetrieb
  • Fliegen ohne Genehmigung - Polnische Luftfahrtbehörde: Illegaler Flugbetrieb!
  • KEIN gewerblicher Flugbetrieb (?)
  • Tiefflüge über Ortschaften und Vogelschutzgebieten

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REALSATIRE
     TEIL 1. Das Verkehrsministerium Schwerin spricht

     TEIL 2. Die Ministerien in Schwerin sprechen

     TEIL 3. Die Ministerien Schwerin widersprechen sich

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Literaturauswahl Fluglärm

Sonnenenergie statt Fluglärm – Umnutzungsvorschlag für den Flugplatz Zweedorf